Home Historisches 4 W NF-Verstärker Morsetaster Signalverfolger

Morsetaster

Wer hat nicht schon einmal auf dem Kurzwellenbereich seines Empfängers den Morsezeichen gelauscht und sich dabei gefragt, was sie wohl bedeuten mögen? Um diese Sprache der Funker zu verstehen, muß man als Vorbedingung das Morsealphabet beherrschen.
Benötigt wird dazu ein Tongenerator, eine Morselaste und ein Kopfhörer. Während wir Kopfhörer und Morsetaste in einem Fachgeschäft kaufen, wollen wir den Tongenerator selbst bauen. Aus den zahlreichen dafür verwendbaren Schaltungen wählen wir eine aus, die im Aufwand tragbar bleibt und doch höheren Ansprüchen gerecht wird.
Der Tongenerator ist mit einer Doppeltriode 6 SL 7 bestückt (Bild 216). Natürlich können wir auch andere Doppeltrioden, wie ECC 81, ECC 83 usw. nehmen. Ebenso lassen sich zwei einzelne Trioden verwenden, nur muß dann das Gerät etwas größer aufgebaut werden. Die Schwingungserzeugung erfolgt durch ein Phasenkettenglied aus Widerständen und Kondensatoren, das zwischen Gitter und Anode der einen Triode liegt. Das Phasenkettenglied sorgt für die zur Schwingungserzeugung notwendige Rückkopplung zwischen Gitter- und Anodenkreis. Die erzeugte Tonfrequenz besitzt bei den angegebenen Werten der vier Kondensatoren und Widerstände eine Frequenz von etwa 1000 Hz.
Von dem Außenwiderstand von 250 kOhm wird über einen Kondensator von 5000 pF die Tonfrequenz einem Potentiometer zugeführt, mit dem man die Lautstärke regeln kann. Die zweite Triode arbeitet als normaler Tonfrequenzverstärker. Von dem Außenwiderstand 25 kOhm gelangt dann die Tonfrequenz über zwei Kondensatoren (5000 pF) und die Morsetaste zum Kopfhörer. Jedesmal, wenn die Morsetaste gedrückt wird, ertönt die Tonfrequenz im Kopfhörer.
Der Netzteil ist normal aufgebaut. Zur Anzeige, ob der Tongenerator eingeschaltet ist, wird eine Glimmlampe mit Vorwiderstand (100 kOhm) eingebaut. Die Heizspannung für die Röhre 6SL7 beträgt 6,3 V. Die Wicklung für die Anodenspannung wird einseitig geerdet. Das andere Ende liegt über dem Gleichrichter an der Siebkette, es ergibt sich eine Gleichspannung von etwa 170 V. Mit einem einpoligen Kippschalter wird das Gerät eingeschaltet. Vor größeren Schäden bewahrt eine Sicherung von 0,2 A. Der mechanische Aufbau geht aus deutlich hervor. Er wird sich letzten Endes immer nach den verwendeten Einzelteilen richten. Vorn befinden sich der Netzschalter, die Anzeigeglimmlampe, der Lautstärkeregler und die Buchsen für die Morsetaste. Die Netzschnur und der Kopfhöreranschluß können seitlich oder rückwärts herausgeführt werden.